Ursprünglich nur örtlich beliebt, jetzt national bekannt

Welcher Musiker auf diesem Bild aus der Zeit, da die Musikkapelle „Die Vriezenveensche Harmonie“ nur noch in Vriezenveen auftrat, hätte vermuten können dass 70 Jahre später die Harmonie auf den niederländischen Konzertpodien auftreten würde. Das hat viel Zeit gekostet. Vor allem durch Einsatz und Freunschaft kam viel wunderschöne Musik zustande. „t Muziek“, wie man in Vriezenveen sagt, hat sich von einer ortsansässigen Harmonie zu einem symphonischen Blasorchester entwickelt, das zu den besten niederländischen Amateurorchestern zählt. Wie die Musik in früheren Zeiten klang, das erregt noch immer die Phantasie. Heutzutage besitzt die Harmonie ein Audioarchiv das auf Wunsch über eine Website zugänglich ist.


Die Vriezenveensche Schlagzeuggruppe

1950 wurde der Harmonie ein Tambourkorps zugefügt. Es waren die Musiker dieser Gruppe, die die Harmonie definitiv bekannt machten. Als das Harmonieorchester noch voll in Entwicklung war und noch reifen musste musizierte das Tambourkorps schon auf höchstem Niveau; 1999 errang es die niederländische Meisterschaft. Die heutige Schlagzeuggruppe sucht unter der Führung von Marcel van Nieuwland neue Rhytmen und bleibt dadurch voll in Bewegung. Abweichend von den Entwicklungen in den Niederlanden nimmt das Interesse für das Musizieren in Vriezenveen in letzter Zeit stark zu.



Das Orchester

Mitte der neunziger Jahre erreichte das A-Orchester unter der Führung von Arnold Span das höchste musikalische Niveau. Das Orchester errang 2003 und 2006 den nationalen Titel. 2004 vertrat das Orchester die Niederlande auf einem internationalen Wettbewerb in Frankreich und errang den Prix d’ Excellence. Auch Arnolds musikalische Laufbahn entwickelte sich ständig. December 2008 wurde er zum künstlerischen Leiter/Dirigenten der Königlichen Militärkapelle „Johan Willem Friso“ ernannt. Die wertvollste Erinnerung ist wahrscheinlich wohl der nationale Meistertiel in der Grundklasse, der völlig unerwartet 1995 erlangt wurde. Nach Jahren grosser Anstrengungen und Investierungen in den musikalischen Unterricht der Jugend von Vriezenveen wurde das damalige Jugendorchester unter der Direktion von Rita Kleinjan mit diesem Titel gekrönt.

Ausbildung

Die Harmonie Vriezenveen gibt unter eigener Regie Unterricht in der Musiktheorie für Anfänger (AMV) und auch praktischen Unterricht für das Bespielen der verschiedenen Instrumente. Diejenigen die AMV machen sind keine Mitglieder des Vereins; die ‚Instrumentschüler“ meistens schon. Wenn man Mitglied des Vereins ist hat das bestimmte Vorteile. Die Dozenten sind sind voll qualifiziert und die Zeugnisse sind offiziell anerkannt. Anfang Juni 2007 fing der Unterricht für Streichinstrumente an, wobei das Cello im Mittelpunkt steht. Die Zahl der Studenten wächst in den letzten Jahren ständig. Eine Erklärung dafür liegt in der guten Kooperation mit den Grundschulen in Vriezenveen, wo regelmässig Projekte ausgeführt werden. Dies zwingt die Harmonie in das Instrumentarium zu investieren, mehr Dozenten anzustellen und Odeon zu erweitern. Dabei braucht die Harmonie die Hilfe vieler Menschen.

Odeon

Das Vereinsgebäude wurde von dem Diplomingenieur H. Klundert von „IAA Architecten“ entworfen und genügt den Bedürfnissen des Vereins. Ohne zahlreiche Freiwillige und die Unterstützung vieler Geldgeber und der Einwohner von Vriezenveen und Umgebung wäre dieses prezisiöse Projekt nie zustande gekommen. Das Gebäude umfasst einen grossen Saal von rund 190 Quadratmetern, 4 Unterrichtsräume, eine Musikbibliothek, eine Werkstätte fuer kleine Reparaturen, einen Raum wo die Uniformen aufbewahrt werden können, einen Lagerraum fuer die Instrumente, ein Zimmer für die Verwaltung des Vereins, eine ‚Bar’ wo was getrunken werden kann und zu guter Letzt eine Terrasse gegen Süden und am Wasser. Der zentrale Übungsraum ist isoliert und hat eine gute Akustik. Dadurch kann der Raum sehr gut benutzt werden für Audioaufnahmen.

Vjenne

Anlässlich der Eröffnung Odeons und  als Zeichen der Anerkennung der Hilfe der Bevölkerung und der Unternehmer wurde dem ungarischen Komponisten Frigyes Hideas († den. 7. März 2007) der Auftrag erteilt die Geschichte Vriezenveens in eine musikalischen Komposition umzusetzen. Das Ergebnis war die Komposition Vjenne, die am 25. Juni 1999 uraufgeführt wurde. Dabei war der Komponist anwesend. Die Originalpartitur befindet sich im Historischen Museum Vriezenveen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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